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Frauen segeln gemeinsam

Frauen segeln gemeinsam – dafür haben wir unseren Verein gegründet und das ist bis heuter unser Ziel. Wir sind ein starkes Netzwerk segelnder Frauen, die alle eine Leidenschaft verbindet: Wir wollen segeln. Das tun wir allein, zu zweit, zu dritt oder in größeren Gruppen. Mit eigenen oder gecharterten Schiffen gehen wir segeln auf deutschen oder europäischen Binnenrevieren, auf der Nordsee, der Ostsee, auf dem Mittelmeer, in der Karibik oder anderen Weltmeeren.

Auf unseren gemeinsamen Segeltörns helfen wir uns gegenseitig, lernen voneinander und tauschen Tipps aus zu den besten Revieren und dem hilfreichsten Material.

Wir tauschen uns nicht nur auf und am Wasser aus. Wir treffen uns regelmäßig zu unseren Stammtischen, um über Boote, Reviere und Segeln zu fachsimpeln. Du findest die Stammtische unserer Regionalgruppen in allen Teilen Deutschlands – schau doch einfach mal vorbei! Hier findest du alle Termine und Treffpunkte für unsere Regionalgruppen.

Wir freuen uns auch über Neuzugänge für unseren Segelverein – mit diesem Formular wirst du Mitfrau bei den Seglerinnen.

Die Seglerinnen e.V – das ist unsere Geschichte

Anni Hausladen (Düsseldorf) und Gertrud Oeding (Mettmann) lernten sich 1980 zufällig in einem privaten PKW kennen. Beide hatten sich eine Mitfahrgelegenheit zur Frauen-Sommer-Uni nach Berlin organisiert. Schnell stellten sie fest, dass sie ein gemeinsames Hobby haben: Segeln. Und beide wünschten sich mehr Gelegenheit, mit anderen Frauen zu segeln. Also beschlossen sie, Gleichgesinnte zu suchen. Sie schalteten Anzeigen in Zeitschriften wie Emma und Courage und freuten sich über viele Antworten. Wenig später organisierten sieben Frauen den ersten gemeinsamen Ostsee-Törn. Nicht alle Frauen der zufällig zusammengewürfelten Crew konnten segeln, dennoch landeten beide gecharterten Willing 31 sicher in Bornholm.

In den Jahren darauf fanden sich weitere Interessentinnen und das Netzwerk wuchs. Zeitweise fanden sich bis zu 250 Adressen auf der Liste der interessierten Frauen. Während es einige aufs Meer zog, trafen sich andere zu gemeinsamen Segelfreizeiten an holländischen Binnengewässern. Bereits 1981 diskutierte ein Teil der Frauen, ob aus dem Netzwerk ein eingetragener Verein werden sollte. Viele Argumente FÜR und WIDER wurden getauscht, am Ende gab der Wunsch nach mehr Sicherheit den Ausschlag. Denn das gemeinsame Segeln brachte auch Risiken mit sich wie schweres Wetter oder Charterboote mit versteckten Mängeln. Um sich im Falle eines Falles nicht auf private Haftpflichtversicherungen verlassen zu müssen, wurde eine Satzung für einen Verein erarbeitet.

Am 29. Januar 1983 war es dann soweit: Der „Feministische Seglerinnenverein e.V.“ wurde von einer Kerngruppe von 12 Frauen gegründet. Schon im ersten Jahr traten mehr als 30 Frauen dem Verein bei. In den Jahren darauf wuchs der Verein weiter und 1994 wurde erstmals die Zahl von mehr als 100 Mitfrauen erreicht. Natürlich gab und gibt es Schwankungen, neue Frauen kommen hinzu, andere treten aus. Doch seit 2015 gehören dem Verein mehr als 120 Frauen an.

Neben den Mitfrauen gibt es eine große Zahl von Interessentinnen. Sie bleiben durch unseren Newsletter „Flaschenpost“ auf dem Laufenden, nehmen an unseren Veranstaltungen teil und bereichern unsere Stammtische.

Name, Logo und Wimpel

Der 1983 gegründete Verein erhielt den Namen „Feministischer Seglerinnenverein e.V.“. Auf der Jahreshauptversammlung 2005 haben wir uns entschieden unseren Namen in „Die Seglerinnen e.V.“ zu ändern. Auch das Logo und unser Vereinswimpel veränderten sich im Laufe der Jahre. Unser erster Wimpel bestand aus einem Frauenzeichen mit Faust und Segel auf lila Grund. 2009 fiel die Entscheidung für ein dynamischeres und farbigeres Logo, das uns bis heute begleitet.

Absicherung und Beitrag

Gleich nach der Gründung des Vereins bemühte sich der Vorstand um eine günstige Haftpflichtversicherung. Doch das erwies sich schwieriger als erwartet. Erst 2001 gelang es schließlich, für den Verein eine Haftpflichtversicherung abzuschließen. Seitdem sind alle Mitfrauen, die an Vereins-Veranstaltungen teilnehmen, über den Verein versichert. Um die Versicherung finanzieren zu können, mussten wir 2002 den Mitgliedsbeitrag etwas anheben. Danach kostete die Mitgliedschaft im Verein 75 Euro pro Jahr, die ermäßigte Mitgliedschaft 50 Euro.

In den Jahren darauf verbesserte sich unsere finanzielle Situation und so konnten wir 2013 den Beitrag wieder senken. Heute kostet eine aktive Mitgliedschaft 60 Euro pro Jahr. Der ermäßigte Beitrag liegt bei 40 Euro im Jahr und kann beim Vorstand beantragt werden.

Auch eine passive Mitgliedschaft ist für ehemalige aktive Mitfrauen möglich, um den Kontakt zum Verein nicht zu verlieren. Passive Mitfrauen zahlen 25 Euro im Jahr.

Veranstaltungen des Vereins

Jedes Jahr werden von aktiven Mitfrauen zahlreiche Vereins-Veranstaltungen organisiert. Die Mitfrauen des Vereins können für einen Vorzugspreis teilnehmen, aber auch interessierte Seglerinnen sind herzlich willkommen.

Seit Mitte der 1980er Jahre organisieren wir in Abständen das „Neuen-Segeln“. Das sind mehrtägige Segel-Events auf Binnengewässern, mal in Deutschland, mal in Holland oder Belgien. Mitfrauen sind ebenso willkommen wie Interessentinnen. Für interessierte Frauen ist das Neuen-Segeln eine gute Gelegenheit, Verein und Mitfrauen kennenzulernen. Die Boote für das Neuen-Segeln chartern wir, mal sind es Kajütboote, mal Jollen. Auf Kajütboote übernachten die Seglerinnen und segeln von Hafen zu Hafen. Für das Jollensegeln organisieren wir meist eine gemeinsame Unterkunft, beispielsweise Appartements, und starten von dort aus mit den Jollen zu Tagesausflügen. So verbrachten wir in den vergangenen Jahren jeweils einige Tage auf auf dem Heeger Meer und auf der Maas.

Neben dem Neuen-Segeln gibt es noch zahlreiche weitere Veranstaltungen, die von engagierten Mitfrauen organisiert werden: beispielsweise das Skipperinnen-Training auf dem Bodensee, einen Funkkurs, Plattbodenschifftörns, das Rettungsinsel-Training in den Wellenschwimmbädern von Düsseldorf und Euskirchen, Kenterkurse auf dem Unterbacher See und Sicherheitstrainings bei der Bundesmarine. Auch Ausbildungstörns und Segelkurse wurden schon organisiert sowie das ein oder andere Regattatraining.

Die Seglerinnen treffen sich außerdem auf der Messe BOOT, auf der Kieler Woche, zum Kanufahren, zum Spleißen oder ganz einfach zum Feiern.

Die Profi-Seglerinnen

Unter den Mitfrauen des Vereins finden sich auch einige Skipperinnen, die nebenberuflich oder hauptberuflich Segeltörns anbieten. Die meisten bieten sowohl reine Frauentörns als auch Törns für gemischte Crews, zum Teil auf eigene Faust und zum Teil für ReiseveranstalterInnen. Mehrmals im Jahr finden sich im Verein Mitfrauen, die eine der Skipperinnen für einen selbstgeplanten Segeltörn engagieren. Manchmal bleiben noch Plätze an Bord frei, die dann im Verein ausgeschrieben werden und meist auf große Resonanz stoßen.

Vereinsflotte

Um den Frauen leicht zugängliche Möglichkeiten für Segeltörns zu bieten, haben wir uns eine Vereinsflotte zugelegt. Unser erstes Boot war die Jolle „Anne Bonny“, die von 1992 bis 1999 auf der Ostsee ihr Revier hatte. Außerdem gab es von 1994 bis 2011 auf dem Zülpicher Wassersportsee die „Donna Wetta“. 2007 kam eine 470er Regattajolle „Agenta One“ dazu.

2000 ersetzten wir die „Anne Bonny“ durch den Jollenkreuzer „Double Trouble“. Dieser wurde von unserer Mitfrau Gisela über viele Jahre liebevoll betreut. Vereinsfrauen konnten Double Trouble für einen Unkostenbeitrage chartern.

Doch die Zeiten ändern sich und mit ihnen die Bedürfnisse und Interessen der Mitfrauen: Viele haben inzwischen eigene Boote, chartern selbstständig auf allen Revieren der Welt oder nutzen Boote in den Vereinen an ihren Wohnorten.So entschlossen wir uns 2011, „Donna Wette“ und „Agenta One“ wieder zu verkaufen. Schweren Herzens trennten wir uns schließlich 2019 auch von unserem letzten Vereinsboot, der „Double Trouble“.

Regionalgruppen

Die Mitfrauen des Vereins sind über die gesamte Bundesrepublik, Österreich und Schweiz verstreut. Damit das Netzwerken vor Ort nicht zu kurz kommt, haben sich zahlreiche Regionalgruppen gegründet. Derzeit hat unser Verein acht Regionalgruppen in Aachen, Berlin, Bodensee, Frankfurt und Mainz, Hamburg, Karlsruhe, Köln und Rostock. Sommers wie winters treffen sich vor Ort Mitfrauen und Interessentinnen zum Netzwerken, Klönen, Törns organisieren und natürlich zum gemeinsamen Segeln. Die Regionalgruppen bieten allen interessierten Frauen eine wunderbare Gelegenheit, bei den Seglerinnen reinzuschnuppern und Mitfrauen, Verein und Aktivitäten ganz unverbindlich kennenzulernen.

Unser Name

wechselte mehrfach: Aus Feministischer Seglerinnen-Verein wurde Feministische Seglerinnen und dann Die Seglerinnen e.V., unser jetziger Name. Natürlich ging das nicht immer ohne Diskussionen ab, versteht sich. Eine ähnliche Metamorphose hat das Vereinslogo durchlebt. Das erste Logo bestand aus dem Frauenzeichen und einem Segelboot auf feministisch rosa-lila Grund.

Historische Flaggenparade

Das Seglerinnenlied

Unser Seglerinnenlied, entstanden auf einem Spanientörn – hör doch mal rein:

© Text und Musik: Carolina Brauckmann und Renate Brandt, 1985

Anlässlich unseres 20. Jubiläums

2003 haben wir unser 20jähriges Vereinsjubiläum im Frauenbildungshaus Zülpich gefeiert. Zum Jubiläum hat die ehemalige Vorstandsfrau Claudia Pinl eine Historie des Vereins geschrieben: Hier gibt es die Historie zum 20. Jubiläum zum Nachlesen.